15 Heil dir, Jüngling Lyrics

Dialog

SPRECHER:
Jüngling! Dein standhaft männliches Betragen hat gesiegt.
Wir wollen also mit reinem Herzen unsere Wanderschaft
weiter fortsetzen.

(Er gibt ihm den Sack um.)
So! Nun komm!

(Er geht mit Tamino ab.)

Zweiter PRIESTER:
Was seh ich, Freund! Stehe auf! Wie ist dir?

PAPAGENO:
Ich lieg' in einer Ohnmacht!

Zweiter PRIESTER:
Auf! Sammle dich, und sei ein Mann!

PAPAGENO

(steht auf):
Aber sagt mir nur, meine lieben Herren, warum muß ich denn alle
diese Qualen und Schrecken empfinden? Wenn mir ja die Götter
eine Papagena bestimmten, warum denn mit so viel Gefahren sie erringen?

Zweiter PRIESTER:
Diese neugierige Frage mag deine Vernunfh dir beantworten. Komm!
Meine Pflicht ist allein, dich weiterzuführen.

(Er gibt ihm den Sack um.)

PAPAGENO:
Bei so einer ewigen Wanderschaft, da möcht' einem wohl die Liebe
auf immer vergehen.

(Der Zweiter Priester geht mit ihm ab.)

Scene 3 Scene 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 II. Aufzug

Das Theater verwandelt sich in einen angenehmen Garten;
Bäume, die nach Art eines Hufeisens gesetzt sind;
in der Mitte steht eine Laube von Blumen und Rosen,
worin Pamina schläft.
Der Mond beleuchtet ihr Gesicht. Ganz vor steht eine Rasenbank.

(Monostatos kommt, setzt sich nach einer Pause.)

MONOSTATOS:
Ha, da find' ich ja die spröde Schöne! Welcher
Mensch würde bei so einem Anblick kalt und unempfindlich bleiben?
Das Feuer, das in mir glimmt, wird mich noch verzehren!
Wenn ich wüßte - daß ich so ganz allein
und unbelauscht wäre - ich wagte es noch einmal.

(Er macht sich Wind mit beiden Händen.)
Das Mädchen wird noch um meinen Verstand mich bringen.

(Er sieht sich allenthalben um.)
Es ist doch eine verdammte närrische Sache um die Liebe!
Ein Küßchen, dächte ich, ließe sich entschuldigen.

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